Wir alle kennen das: im Geschäft wächst uns die Arbeit über den Kopf, zu Hause türmt sich die Schmutzwäsche geleichermassen wie all den Bürokram, den wir erledigen sollten. Und ein Geschenk für den Geburtstag von Tante Anna müssen wir auch noch besorgen – und das noch bevor wir die Jungs von der Krippe abholen müssen, und klein Nora ins Ballett fahren müssen. Unterwegs noch kurz einen Espresso runterstürzen und einen Schoggistengel – das lässt uns durchhalten bei unserem Wettrennen gegen die Zeit.

So zu leben ist für viele von uns Alltag. Und so zu leben ist eine Zeitbombe. Keiner hält das auf Dauer durch – nicht einmal die energiegeladensten unter uns – nicht mal die Vata-Pita-Typen. Wenn wir das einsehen, dann warum ändern wir das nicht einfach? Weil es eben nicht ganz so ‚einfach‘ ist. Viele von uns sind aufgewachsen mit der Idee, dass man sich das Leben verdienen muss, es nicht tugendhaft ist, auf der faulen Haut zu liegen. Das sitzt tief. Fast so tief wie die Idee, dass man sich auch die Liebe verdienen muss. Nur wenn man fleissig ist, etwas taugt, den anderen hilft, nur dann wird man geliebt. Deshalb kommt Anerkennung für erbrachte Leistungen dem Gefühl von ‚geliebt zu werden‘ gleich.

Der erste Schritt, etwas gegen Stress, gegen schlechte Ess- und andere Gewohnheiten zu unternehmen ist also sich um sich selbst gern zu haben, sich selbst zu akzeptieren wie man ist. Sich selbst zu mögen für wer man ist und nicht für was man kann und tut. Schafft man das, schaltet man automatisch einen Gang runter. Und schaltet man einen Gang runter fällt es auch leichter, schlechte Gewohnheiten loszuwerden. Deshalb ist der Anfang vom Detoxen, sich selbst wichtig zu nehmen, sich selbst etwas zu gönnen. Einfach mal nichts tun, nicht rumrennen, keinen Junkfood zu essen.

Jeder, der schon einmal gefastet hat, oder eine Detox-Kur gemacht hat weiss, dass diese ‚Selbstliebe‘ kultiviert wird durch das Loslassen von Schad-Stoffen. Denn Dinge, die uns schaden machen uns nicht zu der Person, die wir sein wollen, zu der Person, die wir sein können, zum bestmöglichen ich. Durch das Entgiften auf körperlicher Ebene, entgiftet man fast automatisch auch auf seelischer Ebene. Jedes Mal, wenn ich eine Detox-Kur gemacht habe, hatte ich das Gefühl, viel mehr bei mir zu sein, mich wichtiger zu nehmen – aufzublühen.

Hast Du ähnlicher Erfahrungen gemacht? Oder ganz andere? Was bewegt Dich zu einer Detox-Kur?

Ein Beitrag von:

Iris Stadelmann

Iris Stadelmann

Gründerin Yogart, Teacher, Bloggerin

Mein Weg zum Yoga hat schon in der Schulzeit begonnen. Doch bis ich regelmässig Yoga übte, dauerte es noch etwas. Via Asanas (körperlichen Übungen) fand ich dann mit der Zeit auch den Zugang zu den anderen Aspekten des Yogas, wie Atemtechniken, Meditation, Mantras. Vor ein paar Jahren habe ich dann meine erste Yogalehrerausbildung gemacht. Diese brachte einen regelrechten Stein ins Rollen.

Während mehreren Jahren habe ich verschiedenste Ausbildungen bei diversen internationalen Lehrern und Lehrerinnen absolviert, wie z.B. Baron Baptist (Power Vinyasa), Chris Chavez (Anusara), Julie Rose Smerdon (Anusara), John Oglivie (Purna Yoga & Yoga Therapeutics), Ana Davis (Pre- and Postnatal), Sean Corn (Vinyasa Flow), Maya Fiennes (Kundalini), Brie Mc Alpine (Kundalini), Duncan Peak (Power Vinyasa) und Susan Tomasko (Power Yoga). Zudem habe ich zahlreiche Workshops im In- und Ausland besucht, zum Beispiel bei Lucia Nirmala Schmidt (Faszien), Benita Wolfe Galvan (Anusara), Satyaa (Kundalini), Ross Rayburn (Anusara), Katchie Ananda (Anusara/Dharma), Richard Freeman (Ashtanga) oder Julie Martin (Vinyasa Flow). Ich bin auch Pilatesinstruktorin und Rücken- und Beckenbodentrainerin. Stetige Weiterbildung ist für mich essentiell.

Am Yoga fasziniert mich die Vielfältigkeit. Ich unterrichte ein Yoga, das auf die Körperausrichtung fokussiert, ohne dass es an Dynamik mangelt. Meine ruhige Art zu unterrichten steht dabei nicht im Wege, im Gegenteil.

Ich habe einen Master of Art in Kunstgeschichte und Anglistik sowie das höhere Lehramt für Mittelschulen abgeschlossen und bin Mutter von Joel und Maurice. Für einige Zeit habe ich in den USA und in Australien gewohnt.

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