Das perfekte Schmuckstück

Auch wenn ich wenig Schmuck trage, das perfekte Outfit verlangt meist noch nach einer schönen Halskette. Und die soll weder bieder, noch zu trashy, aber auch nicht zu versnobbt sein. Das perfekte Accessoire soll mich und mein Wesen unterstützen. Was passt da besser als eine Mala? Die buddhistische Gebetskette widerspiegelt mich, meine Passion und meine Lebenseinstellung. Zudem beruhigt es mich, wenn ich Perle um Perle durch meine Finger gleiten lasse – auch ohne dabei ein Mantra zu rezitieren. Das ist besonders hilfreich bei eher formellen Anlässen, aber auch im ganz normalen Alltag. Doch bei all den Vorteilen so einer Kette: Mala ist nicht gleich Mala. Seit Jahren suche ich nach DER Mala, nach meiner Mala.

Do it yourself – oder doch nicht?

Die Suche nach der perfekten Mala brachte mich auf die Idee, mir meine eigene Malakette zu knüpfen. Stundenlang suchte ich im Internet nach Material und Anleitungen. Aber was muss ich mir unter 6mm, 8mm und 10mm-Perlen vorstellen? Wie dick muss der Faden nun sein? Gleich alle Grössen mal bestellen? Alle Farben? Es gab so viele Fragezeichen, die mich dann doch nichts bestellen liessen. Und dann versandete der Gedanke wieder. Bis zum nächsten Anlauf.

Von anderen lernen

Eines Tages sah ich auf Facebook BIlder von einem Mala-Kurs im Shri-Yoga in Brisbane. Das ist es! Ich organisiere einen Kurs bei mir zu Hause in Wetzikon! Gesagt getan. Schnell fand ich Karin Hämmig-Wihler vom Anahata-Mala, die gerne zu uns ins Zürcher Oberland zum Mala knüpfen kam. Und so kam es zu unserem ersten Mala-Workshop. Die Vorfreude war riesig!

Gemeinsam macht es doppelt Spass

Im Vorfeld dachte ich nur daran, wie speziell es sein wird, meine ganz eigene Mal zu haben. Genau meinem puristischen Geschmack entsprechend. Aber tatsächlich war es viel mehr. Karin empfahl uns, eine Intention zu setzen, uns ein Thema vor Augen zu führen, an dem wir mit der Mala arbeiten möchten. Diese Absichtserklärung sollte unser Mantra für den Nachmittag werden. Auch wenn ich mich mehr auf das Beisammensein und das Handwerk konzentrierte, merkte ich am Abend dann doch, dass sich diese Intention im Verlauf des Workshops in mir manifestiert hat. Ein schöner Nebeneffekt von einem Nachmittag, den ich vor allem als schönes Beisammensein erlebt habe.

Zehn verschiedene Frauen – Zehn verschiedene Malas

Es war spannend zu sehen, wie die zehn Frauen, die hier zusammen kamen, ihre Perlen, Anhänger etc. wählten. Einige sehr schnell und bestimmt, für die meisten aber war es ein relativ langer Prozess mit viel hin und herüberlegen. Einige wählten ganz still und für sich, andere tauschten sich aus und besprachen sich gegenseitig. Nie hätte ich gedacht, dass das so viel Spass machen kann. In der Gruppe ist das Malaknüpfen eine spannende Kombination aus Kaffeeklatsch und Meditation. Wenn man sich nämlich nicht konzentriert, nicht präsent ist, ist das Knüpfen eine frustrierende Sache. Dennoch haben Unterhaltungen Platz. Oder eigentlich mehr noch, sie machen den Tag zu dem, was er ist. Das Verbunden-Sein in der Gruppe, das gemeinsame unsicher sein über die Wahl der Perlen, das gemeinsame Hadern mit der Knüpftechnik – das ist einfach ein wirkliches Erlebnis. Vergleichbar mit einer anspruchsvollen aber schönen Wanderung. Und das gemeinsame Bestaunen der verschiedenen Malas ist dann die Krönung – sozusagen der Ausblick vom Gipfel.
Es ist schier unglaublich, wie unterschiedlich die Malas geworden sind, und wie jede Mala so wunderbar zu ihrer Trägerin passte. Auch Malas, die mir eher weniger gefallen würden, sahen an der Knüpferin superschön aus. Das machte mir noch einmal mehr deutlich, was für ein persönliches Schmuckstück so eine selbstgemachte Mala doch ist. Und wie sehr sie  Eigenheiten und Charakter hervorheben kann.

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Ich war so begeistert vom Knüpfen und meiner Kette, dass ich bei Karin auch gleich noch ‘Zutaten’ für drei weitere Malas gekauft habe. Dank einem verregneten EM-Wochenende bin ich tatsächlich auch schon dazu gekommen, diese Malas zu knüpfen. Spannend, wie anders es ist, dies alleine zu tun. Es ist eine wunderbare Meditationsübung. Ich hatte meine Themen, denen ich die Malaketten widmete stärker präsent, oder zumindest bewusster. Der Austausch mit anderen aber, und die Inspiration fehlten mir. Und spannenderweise war für mich die Freude am Endprodukt nicht zu vergleichen mit der gemeinsamen Freude an den verschiedenen Malas der verschiedenen Frauen in der Gruppe. Wahrscheinlich ist es überflüssig zu sagen: Ich freue mich extrem auf unseren nächsten Mala-Workshop!

 

Hier geht’s zu den Bildern vom Workshop

Ein Beitrag von:

Iris Stadelmann

Iris Stadelmann

Gründerin Yogart, Teacher, Bloggerin

Mein Weg zum Yoga hat schon in der Schulzeit begonnen. Doch bis ich regelmässig Yoga übte, dauerte es noch etwas. Via Asanas (körperlichen Übungen) fand ich dann mit der Zeit auch den Zugang zu den anderen Aspekten des Yogas, wie Atemtechniken, Meditation, Mantras. Vor ein paar Jahren habe ich dann meine erste Yogalehrerausbildung gemacht. Diese brachte einen regelrechten Stein ins Rollen.

Während mehreren Jahren habe ich verschiedenste Ausbildungen bei diversen internationalen Lehrern und Lehrerinnen absolviert, wie z.B. Baron Baptist (Power Vinyasa), Chris Chavez (Anusara), Julie Rose Smerdon (Anusara), John Oglivie (Purna Yoga & Yoga Therapeutics), Ana Davis (Pre- and Postnatal), Sean Corn (Vinyasa Flow), Maya Fiennes (Kundalini), Brie Mc Alpine (Kundalini), Duncan Peak (Power Vinyasa) und Susan Tomasko (Power Yoga). Zudem habe ich zahlreiche Workshops im In- und Ausland besucht, zum Beispiel bei Lucia Nirmala Schmidt (Faszien), Benita Wolfe Galvan (Anusara), Satyaa (Kundalini), Ross Rayburn (Anusara), Katchie Ananda (Anusara/Dharma), Richard Freeman (Ashtanga) oder Julie Martin (Vinyasa Flow). Ich bin auch Pilatesinstruktorin und Rücken- und Beckenbodentrainerin. Stetige Weiterbildung ist für mich essentiell.

Am Yoga fasziniert mich die Vielfältigkeit. Ich unterrichte ein Yoga, das auf die Körperausrichtung fokussiert, ohne dass es an Dynamik mangelt. Meine ruhige Art zu unterrichten steht dabei nicht im Wege, im Gegenteil.

Ich habe einen Master of Art in Kunstgeschichte und Anglistik sowie das höhere Lehramt für Mittelschulen abgeschlossen und bin Mutter von Joel und Maurice. Für einige Zeit habe ich in den USA und in Australien gewohnt.

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