Noch einmal eine Märchenstunde

Auch heute gibt es wieder ein Märchen. Eines, das ich in Jack Kornfields Buch ‘Geschichten, die der Seele gut tun‘ gelesen habe. Die Message dieser Geschichte trifft den Nerv unserer geschäftigen Zeit.

 

Es war einmal

Es war einmal ein Jäger. Er war auf der Pirsch und hoffte auf besonders grosse Beute heute. Doch was war das? Plötzlich hörte er von weit her Musik und Lachen und fröhliches Treiben. ‘Kommt das nicht aus der Richtung des Klosters?’ fragte er sich. Was da bloss los sein mochte? Der Jäger machte sich auf den Weg, um nach dem Rechten zu schauen. Womöglich waren die Mönche überfallen worden? Doch als er beim Kloster ankam, merkte er, dass es die Mönche selbst waren, die ein Fest feierten und lachten und tranken und fröhlich waren.
Da wurde der Jäger etwas wütend. ‘Was macht Ihr da?’ fragte er,’Müsst Ihr nicht Eure Schriften studieren und beten und arbeiten?’ Die einzige Antwort, die die Mönche hatten war ein Lachen und die Frage nach seinem Pfeilbogen. ‘Zeig mal Deinen edlen Bogen!’ forderten sie ihn auf. Der Jäger liess sich nicht zwei Mal bitten. Voller Stolz nahm er seinen Bogen vom Rücken und präsentierte ihn gönnerisch.

 

Spann den Bogen auf!

Die Mönche gaben sich beeindruckt. ‘Wow, so einen edlen Bogen haben wir noch nie gesehen. Spann ihn doch einmal auf!’ baten sie den Jäger. Dieser zögerte nicht lange. Er spannte den Bogen maximal auf, so dass die ganze Kraft des Bogens sichtbar wurde. Die Mönche klatschten und jubelten. Als der Jäger den Bogen wieder sinken liess, riefen sie im Chor:’Noch einmal, noch einmal!’
Der Jäger freute sich, dass sein Pfeilbogen so beeindruckte und spannte ihn wieder auf. Wieder jubelten die Mönche und als er den Bogen wieder sinken liess baten sie ihn erneut, den Bogen noch einmal aufzuspannen. Und wieder zögerte der Jäger nicht, spannte den Bogen auf und demonstrierte seine Macht. Als er ihn wieder sinken liess und ihn die Mönche erneut baten, den Bogen ein weiteres Mal aufzuspannen, sagte er: ‘Der Bogen braucht eine Pause. Ich kann ihn nicht ständig aufspannen, sonst bricht er mir noch.’

Wir sind der Bogen

‘Siehst Du’, sagten die Mönche, ‘jetzt hast Du Dir Deine Antwort selbst gegeben. Deshalb sind wir nicht am studieren und arbeiten. Auch wir brauchen eine Pause, sonst brechen auch wir.’

In diesem Sinne, geniesst die faulen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr! Cheers!

 

Ein Beitrag von:

Iris Stadelmann

Iris Stadelmann

Gründerin Yogart, Teacher, Bloggerin

Mein Weg zum Yoga hat schon in der Schulzeit begonnen. Doch bis ich regelmässig Yoga übte, dauerte es noch etwas. Via Asanas (körperlichen Übungen) fand ich dann mit der Zeit auch den Zugang zu den anderen Aspekten des Yogas, wie Atemtechniken, Meditation, Mantras. Vor ein paar Jahren habe ich dann meine erste Yogalehrerausbildung gemacht. Diese brachte einen regelrechten Stein ins Rollen.

Während mehreren Jahren habe ich verschiedenste Ausbildungen bei diversen internationalen Lehrern und Lehrerinnen absolviert, wie z.B. Baron Baptist (Power Vinyasa), Chris Chavez (Anusara), Julie Rose Smerdon (Anusara), John Oglivie (Purna Yoga & Yoga Therapeutics), Ana Davis (Pre- and Postnatal), Sean Corn (Vinyasa Flow), Maya Fiennes (Kundalini), Brie Mc Alpine (Kundalini), Duncan Peak (Power Vinyasa) und Susan Tomasko (Power Yoga). Zudem habe ich zahlreiche Workshops im In- und Ausland besucht, zum Beispiel bei Lucia Nirmala Schmidt (Faszien), Benita Wolfe Galvan (Anusara), Satyaa (Kundalini), Ross Rayburn (Anusara), Katchie Ananda (Anusara/Dharma), Richard Freeman (Ashtanga) oder Julie Martin (Vinyasa Flow). Ich bin auch Pilatesinstruktorin und Rücken- und Beckenbodentrainerin. Stetige Weiterbildung ist für mich essentiell.

Am Yoga fasziniert mich die Vielfältigkeit. Ich unterrichte ein Yoga, das auf die Körperausrichtung fokussiert, ohne dass es an Dynamik mangelt. Meine ruhige Art zu unterrichten steht dabei nicht im Wege, im Gegenteil.

Ich habe einen Master of Art in Kunstgeschichte und Anglistik sowie das höhere Lehramt für Mittelschulen abgeschlossen und bin Mutter von Joel und Maurice. Für einige Zeit habe ich in den USA und in Australien gewohnt.

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